In a nutshell: Alles, was führende Inhouse-Litigators im Blick haben müssen

Aus der Praxis für die Praxis: Dr. Clemens-August Heusch, Nokia

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In unserer neuen Rubrik Litigation Inhouse Top 5 stellen wir Ihnen in der DisputeResolution zukünftig in loser Folge alle wichtigen und praxisrelevanten Themen vor,
die bei führenden Inhouse-Litigators in Deutschland
ganz oben auf der Agenda stehen. Der Anspruch dieses Online-Magazins lautet seit 2013: von Anwälten für Unternehmen. Bei der Umsetzung dieses publizistischen Anspruchs ist es für alle Beteiligten hilfreich, wenn die externen Berater tatsächlich wissen, welche Fragen den Mandanten inhouse bewegen. Mit den Litigiation Inhouse Top 5 wollen wir weiter zu einer verbesserten Transparenz im deutschen Rechtsmarkt beitragen, übrigens auf der Nachfrager- und der Anbieterseite: bei Unternehmen, Sozietäten und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften sowie Dienstleistern. Litigation Inhouse Top 5 ergänzt die in der Dispute­Resolution seit langem eingeführte praxisbezogene Berichterstattung. Und weil der Faktor Zeit Geld (wert)
ist, haben wir unsere Berichterstattung hierzu in eine möglichst kompakte Form gebracht – in a nutshell.

In dieser Ausgabe der DisputeResolution lesen Sie die Top-5-Themen unseres Fachbeirats Dr. Clemens-August Heusch.

Meine Litigation-Top-5 sind derzeit:

  • Qualität steht an erster Stelle: Trotz allen Kostendrucks ist es nach wie vor am wichtigsten, zu gewinnen, die Erfolgschancen realistisch einzuschätzen und entsprechend zu planen. Hier arbeiten wir eng mit unseren externen Beratern zusammen, um unser Business mit allen relevanten Informationen versorgen zu können.
  • An zweiter Stelle kommen dann aber doch die Kosten: Wir stehen – wie viele andere Rechtsabteilungen auch – unter permanentem Kostendruck. Wir müssen einen engen Finanzplan aufstellen und diesen dann auch einhalten. Neue Kostenmodelle erwägen wir durchaus, allerdings gibt es in Deutschland hier striktere gesetzliche Vorgaben als beispielsweise im angloamerikanischen Raum.
  • UPC: Wir glauben nach wie vor daran, dass das Einheitliche Patentgericht (EPG oder im Englischen UPC) in absehbarer Zeit seine Arbeit aufnehmen könnte. Dann wollen und werden wir vorbereitet sein, um unsere Verfahren auch dort zu führen.
  • Prozessoptimierung: Es gibt nichts, was nicht weiter verbessert werden könnte. In unserem Litigation-Team arbeiten viele schon lange und sehr vertrauensvoll zusammen. Aber auch dann, wenn wichtige Personen ausscheiden sollten, muss die Show weitergehen. Daher ist es wichtig, unsere Arbeit so zu strukturieren und auch zu dokumentieren, dass andere nahtlos übernehmen könnten und dass neue Kollegen sich schnell zurechtfinden.
  • Recruiting: Es ist für uns entscheidend, für Topjuristen attraktiv zu sein, sie zu gewinnen und zu halten. Wir wissen, dass es manchmal schwer ist, rein über die Gehaltssummen mit allen Wettbewerbern mitzuhalten. Daher müssen wir darauf achten, dass das Gesamtpaket attraktiv ist. Dazu gehören neben dem Gehalt viele andere, manche würden gar sagen wichtigere Dinge: spannende, verantwortungsvolle und abwechslungsreiche Aufgaben, Weiterbildungs- und Rotationsmöglichkeiten, verschiedene Arbeitszeitmodelle und nicht zuletzt ein Team, bei dem es einfach Spaß macht, dabei zu sein.